Pflegeanleitungen, Tips, Tricks und Wissenswertes über Garten- und Zimmer-Pflanzen

Inhalt:

  1. Allgemeines
    1. Düngen
    2. Mischkultur
    3. Stecklinge
    4. Bonsaierde
    5. Eisheilige
    6. Brennesseln
    7. Wildbienen
    8. Töpfe
    9. Hummeln
  2. Zimmerpflanzen
    1. Avocado
    2. Königswein
    3. Zypergras
    4. Kiwi
    5. Aloe vera
    6. S-Hydro-Tank-Simulation
    7. Usambaraveilchen
    8. Zwiebelpflanzen in Hydro
    9. Amaryllis
    10. Eidechsenwurz
    11. Kalanchoe
    12. Geldbaum
    13. Nestfarn
    14. Benzinkaktus
    15. Hibiskus
    16. Anthurium (Flamingoblume)
    17. Hasenfußfarn
    18. Palmen
    19. Weihnachtsstern
  3. Gartenpflanzen
    1. Bohne
    2. Apfel
    3. Birne
    4. Zwetschge
    5. Erika
    6. Rosen
    7. Hibiskus
    8. Himbeeren
    9. Johannisbeeren
    10. Kopfsalat
    11. Spinat
    12. Kirschen
    13. Mairüben
    14. Wassermelonen
    15. Brombeeren
    16. Stachelbeeren
    17. Rhabarber
    18. Wein
    19. Tomaten
    20. Schmetterlingsflieder
    21. Sommerblumen
    22. Pfirsich
    23. Flieder
    24. Fosythie
    25. Rotklee
    26. Balkonblumen
    27. Krokus
    28. Gurken
  4. Krankheiten
    1. Mehltau
    2. Schädlinge
    3. Schnecken
    4. Ameisen
    5. Weiße Fliegen
    6. Rote Spinne
    7. Wolläuse
    8. Blattläuse
    9. Neem-Baum
    10. Rebenpockenmilben
    11. Moos zum Pflanzenschutz

Allgemeines

Düngen

Pferdemist macht Rettiche holzig und rass.

Mischkultur

Salat und Rettiche (bzw. Radieschen) zusammenpflanzen (hält Erdflöhe ab).
Gurken soll man nicht mit Rettiche (bzw. Radieschen) zusammenpflanzen (zieht Erdflöhe an) und nicht mit Bohnen oder Salat zusammenpflanzen.
Flach- und Tiefwurzler mischen, z.B. Rote Beete und Zwiebeln oder Sellerie und Kohl.
Kohl ist ein Starkzehrer, Zwiebeln Mittelzehrer und Buschbohnen Schwachzehrer.
Gute Mischungen:
Bohnen und Salat, Kerbel und Salat, Spinat und Rettich, Wehrmut und Johannisbeeren, Möhren und Zwiebeln, Mangold und Feldsalat.
Tagetis und Ringelblumen wirken gegen Boden-Älchen.
Pflanzen, die sich nicht vertragen:
TomatenKartoffeln, Bohnen, Erbsen, Fenchel, Rotkohl
KarottenTomate, Porree (Lauch), Rote Rüben
ErbsenKnoblauch, Tomaten, Zwiebeln
GurkenKohl, Rettich, Rote Rüben, Sellerie
KartoffelnErbsen, Tomaten
PetersilieSalate, Sellerie
Porree (Lauch)Bohnen, Erbsen, Rote Rüben
SpinatRote Rüben
Zwiebeln/KnoblauchPorree (Lauch), Frühkartoffeln

Stecklinge

Stecklinge werden im Juni von Laub-, im Juli von Nadelbäumen genommen und dabei schräg abgeschnitten.

Bonsaierde

Bonsaierde besteht aus Erde und Sand zu gleichen Teilen. Bonsais vertragen Wasserhärtegrad 10 und leicht saures Wasser.

Eisheilige

Eisheilige sind um den 15.Mai.

Brennesseln

als Baumring erhöhen den Vitamin-C-Gehalt und wirkt sich positiv auf die Früchte aus (Auch bei Beeren!).
Wenn man sich an Brennesseln verbrennt, dann hilft ein auf die Hautstelle aufgetragenes, zerriebenes Blatt des Spitzwegerichs. Das hilft auch gegen Mückenstiche.

Wildbienen

Holz mit Löchern (2 bis 8mm Durchmesser und 4-10cm Tiefe) oder Schilfstangen für Wildbienen. Lochabstand mindestens 2cm. An der Verschußart erkennt man die Bienenart:

Töpfe

Schöne und stabile Pflanzgefäße kann man sich selbst bauen mit einer Mischung von 2 Teilen Torf, 2 Teilen Zement und 3 Teilen Sand. Dazu kann man zwei Eimer ineinanderstellen und in die Lücke zwischen den Eimern diese Mischung hineinlaufen lassen.

Hummeln

Man sollte im Frühjahr noch bevor Insekten fliegen einen Hummel-Nistkasten bauen:
hummeln
Wenn man einen roten Legostein mit Zuckerwasser gefüllt in den Eingang legt und eine gefangene Königin dann dorthinein läßt, dann wird sie wiederkommen und einen Staat gründen.

Zimmerpflanzen

Avocado

Avocado zieht man am besten so her, daß die ersten Blätter in der Heizperiode erscheinen. Dadurch ist die Pflanze schon an trockene Luft gewöhnt. In einem Glas Wasser hängend wurzelt der Kern nach einiger(!) Zeit. In Erde ist es so gut wie unmöglich die Wassergaben optimal zu dosieren (Auch nicht mit Automatiksystemen). Die Folge ist schleichender Blattfall. In Hydro gedeiht der Avocado am besten. Es muß aber immer Wasser im Topf sein. Im günstigsten Fall läßt die Pflanze nach einer Austrocknung ihre Blätter fast senkrecht hängen, was sich durch sofortige Wasserzufuhr beseitigen läßt, ohne daß die Pflanze Schaden nimmt. In der Regel aber reagiert die Pflanze mit Laubfall, der das Ende bedeutet. Der Laubfall kann auch schleichend vor sich gehen: Die Blattspitzen und schließlich alle Blätter werden braun. Die hohe Luftfeuchtigkeit und der hohe Lichtbedarf (in vielen Büchern zu lesen) ist nicht unbedingt einzuhalten. (NO-Fenster: verträglich!). Wenn man die Pflanzen bei hoher Luftfeuchtigkeit (z.B. im Mini-Treibhaus) herzieht, dann kann man sie nie mehr an trockene Heizungsluft gewöhnen. Avocados sind relativ schädlingsresistent (Thripse, Spinnmilben). Avocados haben einen hohen Düngerbedarf. In Hydro ist das Düngen schon deswegen wichtig, daß keine Kalkschäden entstehen. Thripsbefall ist nur in der Heizperiode zu befürchten.

Königswein

Königswein (Rhoicissus): Halbschattiger Standort, kein Standortwechsel nach Knospenansatz.

Zypergras

Zypergras (Cyperus alternifolius): Blattkränze schlagen in Wasser Wurzeln, Aussaat: Februar - Mai. Zypergras sollte nie austrocknen, wenn doch, dann welke Wedel zur Vermehrung benützen. Man kann Zypergras praktisch nicht ertränken.

Kiwi

Kiwi: Anzucht aus Samen:
  1. Samen mit dem Fruchtfleischrest in Wasser legen, bis sich das Fruchtfleisch zersetzt hat.
  2. Trocknen lassen.
  3. Aussähen: nicht mit Erde bedecken, da die Pflanze ein Lichtkeimer ist. (gilt auch für Hydro!)
  4. Vorsichtig anfeuchten.
Keimung nach 8 Tagen bis 3 Wochen. Wenn sich das erste Laubblatt gebildet hat, könnte man schon pikieren, aber die Pflänzchen sind noch sehr empfindlich, sodaß nur ca. 25% das Pikieren überleben. Es ist besser, zu warten, bis die Pflanzen größer sind. Eine andere Möglichkeit wäre, die Pflanzen gleich im endgültigen Topf zu sähen (2 bis 3 Samen). Zur Anzucht in Hydro sehr (!!!) kleine Steinchen verwenden, im 5-er oder 6-er Topf, Wasserstand 0.5 bis 1 cm, Samen auf die Steinchen streuen (Samen nicht bedecken), keine Treibhausatmosphäre erzeugen (Grund: siehe Avocado). Der Kiwi läßt im Winter seine Blätter fallen (vielleicht ein Pflegefehler?) und treibt im Frühjahr wieder aus.

Aloe vera

halbschattiger Standort, gegen Brandwunden: Blatt abschneiden und das austretende Gel auf die Wunde auftragen.

S-Hydro-Tank-Simulation

Plastikeinsatz (= abgeschnittener Blumentopf) unter den Kulturtopf mit 0.8 bis 1 cm Höhe verwandelt einen normalen Hydro-Tank in einen S-Tank.

Usambaraveilchen

Bei Vermehrung in Hydro sollte man das Blatt sofort in den endgültigen Topf zum Bewurzeln stecken, da ein Umsetzen in einen größeren Topf der jungen Pflanze meist deren Eingehen zur Folge hat. Zumindest eine deutliche Schwächung der Pflanze ist zu erkennen. Dagegen wachsen Usambara-Blattstecklinge, die nicht verpflanzt werden wunderbar.

Zwiebelpflanzen in Hydro

Generell: So tief einpflanzen, daß Wasser erreicht wird. Nachdem sich einige Wurzeln gebildet haben etappenweise herausziehen bis die Zwiebel über den Hydrosteinen ist (kann nicht mehr faulen!).

Amaryllis

Es sollte immer etwas Wasser im Topf sein, sonst beginnt sie ihre Blätter einzuziehen. Im August Wassergaben bis auf Null reduzieren. Von September bis ca. Dezember trocken stehen lassen, bis Blätter eingezogen sind, dann langsam wieder zu Gießen beginnen. Es erscheint die Blüte mit Blättern. Beim Verwelken der dunkelroten Blüten kann roter Saft heruntertropfen, solange er noch nicht angetrocknet ist, kann man ihn mit Wasser leicht (evtl. aus Kleidung) entfernen. Amaryllis ist extrem anfällig für Erdflöhe (in Hydro), die aber keinen Schaden anrichten. Erdflöhe darf man nicht mit Spruzit im Gießwasser bekämpfen, weil die Amaryllis sonst eingeht.

Eidechsenwurz

In Hydro sehr tief pflanzen (im Gegensatz zu normalen Knollen oder Zwiebeln). Bis das erste Blatt erscheint, dauert es sehr lange, unter Umständen sogar Monate!

Kalanchoe

Im November/Dezember muß sie bei 10° bis 15° stehen, um Blüten zu bilden.

Geldbaum

verträgt im Winter nach Abkühlungsphase sogar kurzzeitig Temperaturen bis fast 0°. Nimmt kaum einen Pflegefehler übel. Man kann ihn sehr dunkel stellen (als Notlösung), er braucht aber spätestens, wenn sich Geilwuchs und/oder Blattfall zeigt wieder einen hellen Platz.

Nestfarn

Er darf nie austrocknen, sonst werden einige Wedel dürr. Wenn er zu feucht steht, beginnt er zu faulen. Einmal wöchentlich soviel gießen, daß diese Menge bis zum nächsten Mal fast ganz aufgebraucht ist.

Benzinkaktus

In Hydro erst wieder gießen, wenn der Dünger im Topf völlig trocken ist, aber nur soviel gießen, daß der Dünger wieder "flüssig" ist.

Hibiskus

In Hydro unproblematisch. Hibiskus ist jedoch sehr schädlingsanfällig, besonders für weiße Fliegen. Diese kann man unter anderem auch durch Kälteschocks (natürlich über 0° !) vertreiben. Durch radikalen Rückschnitt kann man sicher sein, daß keine Eier der weißen Fliege mehr vorhanden sind. Nach einem Rückschnitt im Frühjahr blüht die Pflanze reichlicher. Verträgt in Erde Gießen mit Spruzit. Gegen weiße Fliegen Streichhölzer mit dem Kopf in die Erde stecken (Schwefel vertreibt die Fliegen).
Samenstände entfernen.

Anthurium (Flamingoblume)

verträgt in Erde Gießen mit Spruzit.

Hasenfußfarn

In Erde kann man die Wassergaben nie so dosieren, daß er nicht eingeht. Dagegen gedeiht er in Hydro prächtig, wenn er nie austrocknet.

Palmen

konstante Bodentemperatur 25-30°, sandiger Boden, Palmen sind Dunkelkeimer, dicke und harte Samen 48 Stunden in Wasser legen.

Weihnachtsstern

Nach der Blüte warm und hell halten und bis Ende April / Anfang Mai nur sparsam gießen. Dann neue Erde geben und die Treibe um die Hälfte kürzen und die Wassergaben langsam steigern. Von Juni bis Oktober leicht düngen. Im Sommer kann der Weihnachtsstern warm und geschützt im Freien stehen. Damit er wieder Blüten bildet, muß er im Herbst mindestens 30 Tage lang 14 Stunden am Tag völlig dunkel stehen. Bei einer Verdunkelung am Ende September blüht er dann zu Weihnachten.

Gartenpflanzen

Bohne

Bohnen läßt man in lauwarmer Milch vorkeimen und setzt sie dann 2 bis 4 cm tief in die Erde.

Apfel

Wenn man nur ein oder zwei Äpfel an einem Blütenstand hängen läßt, dann entwickeln sich diese groß.
Wenn im Sommer Äste in die Höhe wachsen, soll man sie abschneiden.
Es gibt klein bleibende Bäume auf der Unterlage M-9 oder Zwergformen auf M-27, die sich auch für den Kübel eignen.
Im Herbst sollte man Leimringe anbringen. Das verhindert den Befall von Frostspannern.
Empfehlenswerte Apfelsorten: Tips zur Ernte:
Bei Lageräpfel sollte bei Pflücken der Stiel am Apfel bleiben, da sonst Keime in den Apfel eindringen können und er schneller fault.
Die Ernte-Reife kann durch folgenden Kipp-Test geprüft werden: Den Apfel leicht anheben, etwas kippen und um 90 Grad drehen. Wenn sich der Stiel vom Ast löst, dann ist der Apfel reif.

Birne

Japanische Birnen sind resistent gegen Birnengitterrost. Es gibt die Sorten Nijiseiki und die süßere Hosui, welche aber ein Fremdbefruchter ist.

Zwetschge

Die Zwetschge Topper ist resistent gegen viele Krankheiten.
Die Sorte Haroma ist gegen Krankheiten resistent und eignet sich zum Backen und Sofort-Verzehr.
Pflanzschnitt:
Konkurrenztriebe zum Stammtrieb muß man entfernen. In 50cm Entfernung vom Stamm sucht man ein Auge, das vom Baum wegzeigt und schneidet darüber ab. Vier Leitäste reichen. Äste gleichmäßig verteilen und ggf. untere Äste in die Waagerechte binden.

Erika

Erika sollen nach der Blüte auf zwei Drittel zurückgeschnitten werden.

Rosen

Beim Rosenkauf sollte man auf die Bezeichnung für sehr gute Rosen achten: ADR = Amtlich anerkannte deutsche Rose.
Empfehlenswerte Rosen sind: Focus, Medusa, Schneeflocke, Cecilia und Westerland.
Rosen wollen luftig stehen. Man kann als Düngung in den Wurzelbereich zerkleinerte Bananen- und Eierschalen oder Baldrian- und Rhabarberblätter sowie Kaffesatz einarbeiten.
Nach der ersten Rosenblüte sollte man verwelkte Rosenblüten bis zum nächsten 5-fiedrigen Blatt zurückschneiden. Dann kann sich die zweite Blüten-Generation besser entwickeln.
Der jährliche Schnitt erfolgt Mitte bis Ende März. Man lichtet dabei etwas das alte Holz aus.
Eine sehr robuste und gesunde Bodendeckerrose ist »Gärtnerfreude«. Sie wird 60 cm hoch und man pflanzt 4 Stück pro Quadratmeter. Rückschnitt kann auf 20 cm erfolgen.

Hibiskus

Hibiskus soll man nach der Blüte schneiden und die Samen entfernen.

Himbeeren

Bei Sommertragenden Sorten wird gleich nach der Ernte die abgetragenen Ruten bodeneben angeschnitten. Günstig ist eine organische Düngung, z.B. mit Mulche.
Bei herbsttragenden Sorten schneidet man in Februar alle Ruten 5cm über dem Boden ab.
Empfehlenswerte Sorten:

Johannisbeeren

Am besten nach der Ernte oder im Winter bzw. bis Anfang März schneiden. Jungruten ergeben die besten Tragruten im Folgejahr. Johannisbeeren tragen am mehrjährigen Holz (2- bis 4-jährig). Man lässt 4 bis 5 einjährige möglichst aufrechte Ruten stehen. Schwache Triebe und Triebe, die ins Innere wachsen oder flachstehen, nimmt man heraus. Alte Ruten werden an der Basis entfernt. Johannisbeeren kann man auch am Spalier ziehen.
Empfehlenswerte Sorten:

Kopfsalat

Kopfsalat für Herbstsaat: Sander, Mirena, Elvira, Reskia, Turex.

Spinat

Mehltauresistent und winterhart sind die Sorten Chica F1, Alpha F1, Monnopa und Rico F1. Aussat erfolgt Mitte August.
Neuseeländer Spinat kann man Anfang Mai säen. 6 bis 8 Pflanzen reichen für eine Familie.

Kirschen

Die kleinsten Sorten sind die 7 Kirschsorten auf der Unterlage GiSelA 5. Sie werden 3 bis 4 Meter hoch und brauchen nur 10 Quadratmeter Fläche.
Schnitt: Man bringt drei oder mehr Seitentriebe in fast waagerechte Position. Beim Schneiden wie bei Kirschen üblich Zapfen stehen lassen. Schnitt erfolgt im Sommer nach der Ernte. Parallele Triebe zum Haupttrieb müssen entfernt werden. Alles über 4 Meter Höhe ach kappen.
Bezugsquellen: Günter Linke, Consortium Deutscher Baumschulen, Dubenhorst 27, 25474 Ellerbek, Tel.: 04101/31085 oder in jeder guten Baumschule oder Gartencenter.
Eine sehr empfehlenswerte Sorte ist die Süßkirsche "Lapins" auf der Unterlage Gisela 5. Sie stellt keine besonderen Ansprüche an den Standort, ist selbstfruchtbar. Die Früchte sind mittel bis groß, aromatisch, dunkelrot mit festem Fruchtfleisch. Reife: Juni bis Juli.
Die Sorte Sweet Heart ist selbstfruchtbar. Frühe und dadurch madenfrei sind Burlat (selbstfruchtbar) und Merchant. Regina platzt bei Regen nicht auf.
Gegen die Kirschfruchtfliege (Maden bzw. "Würmer" in den Früchten) hilft nur der Anbau einer früh reifenden Sorte wie Burlat oder Johanna.
Man kann den Baum auch durch ein Netz mit maximal 2mm Lochweite schützen. Dieses muß aber noch über den Baum, bevor die Kirschen die Farbe von grün auf gelb wechseln und es muß am Stamm festgemacht werden und nicht am Boden verankert. Wenn die Kirschen sich rot färben, kann das Netz entfernt werden oder man lässt es weiterhin als Vogelschutz.

Mairüben

Mairüben »Tokyo Cross F1« werden im Juli/August gesät.

Wassermelonen

Wassermelonen »Lucky Sweet F1« pro Pflanze 2 bis 3 Früchte, Ernte September.

Brombeeren

Empfehlenswert ist die Sorte Araparo oder die stachellose »Loch Ness«.
Alte Ruten scheidet man im Frühjahr am Boden ab und lässt 4 Jungruten stehen. Fruchtstände bilden sich nur an den einjährigen Seitentrieben. Die Seitentriebe der Jungruten werden auf zwei Augen eingekürzt. Daraus entwickeln sich die Fruchttriebe.

Stachelbeeren

Empfehlenswerte Sorten:

Rhabarber

Rhabarber sollte man nur bis Ende Juni ernten, da ab dann der Oxalgehalt steigt. (Die Oxalsäure entzieht dem Körper Kalzium.)

Wein

wein1 Beim Wein bringen nur einjährige Triebe, die auf zweijährigem Holz wachsen, Blütenstände. Aus altem Holz entstandene einjährige Triebe eignen sich nur für den Aufbau des Weinstockes. Erst im nächsten Jahr fruchten aus ihnen hervorgegangene Reben. Üblich ist der Schnitt der vorjährigen Triebe auf Zapfen oder Bogrebe. Zapfen heißen Triebe, denen 2 Augen belassen wurden, Bogrebe solche mit 2 und mehr Augen. Aus Zapfen oder Bogrebe entwickein sich dann die fruchtenden Sommertriebe. Starkwachsende Sorten bilden am vorjährigen Holz erst ab dem vierten Auge Tragreben. Deshalb werden bei ihnen Bogreben angeschnitten.
Mehltauresistente Sorten: Sirius (weiß), Märzling (weiß) und Regent (blau), Phoenix. Die Weintraube "Boskoops Glorie" ist robust und mehltaufrei. Sehr frosthart sind die Sorten »Muscat Bleu«, »Boskoop Glory« und »Perle von Zala«. Weitere unkomplizierte Sorten sind » Theresa« und »Phoenix«

Tomaten

Die Sorte "Vitella" ist ziemlich resistent gegen Krautfäule und die Sorte "Phantasia" ist sogar hoch resistent dagegen. Leider ist letztere nicht ganz so aromatisch wie andere Sorten.

Schmetterlingsflieder (Sommerflieder)

Schmetterlingsflieder soll spätestens im März geschnitten werden.
Man kann aber auch gleich nach der Blüte im Herbst schneiden.
Blüten bilden sich an den frischen einjährigen Trieben, daher ist ein starker Rückschnitt kein Problem, sondern sogar empfehlenswert, da ein starker Neuaustrieb im Frühjahr auch viele Blüten zur Folge hat.

Sommerblumen

Roter Sonnenhut (Echinacea purpurea), Blüte Juli bis September, Höhe 70-100cm:
Roter Sonnenhut

Mädchenauge (Coreopsis verticillata), Blüte Juli bis September, Höhe 50cm:
Maedchenauge

Mauerpfeffer (Sedum acre), Blüte Juni bis August, Höhe 5cm:
Mauerpfeffer

Polsterphlox (Phlox douglasii 'Rose Cushion'), Blüte April bis Mai, Höhe 5cm:
Polsterphlox

Fetthenne (Sedum spathulifolium), Blüte Mai bis Juli, Höhe 10cm:
Fetthenne

Zwergalant (Inula ensifolia), Blüte Juli bis August, Höhe 25cm:
Zwergalant

Himalajahauswurz (Sempervivella sedoides), Blüte März bis April, Höhe 3-5cm:
Himalajahauswurz

Dachwurz (Sempervivum-Hybride), Blüte Juni bis August, Höhe 10-20cm:
Dachwurz

Steinnelke (Dianthus deltoides 'Brillant'), Blüte Juni bis August, Höhe 15cm:
Steinnelke

Sonnenröschen (Helianthemum-Hybride 'Rubin'), Blüte Juni bis August, Höhe 20cm:
Sonnenroeschen

Pfirsich

Der Pfirsich ist sehr frostempfindlich und wird deshalb erst kurz vor der Blüte geschnitten.
Es gibt verschiedene Triebarten, die wie folgt geschnitten werden müssen:

Flieder

Flieder soll man nach der Blüte schneiden, um den Samenansatz zu verhindern.

Fosythie

Fosythien soll man sofort nach der Blüte schneiden, da die Blütenknospen für das nächste Jahr im Mai angelegt werden.

Rotklee

Vom Rotklee kann man die Blüten essen. Sie sind sehr gesund!

Balkonblumen

Petunien brauchen viel Dünger und ganz speziell Eisen. Eisenmangel äußert sich durch hellgrüne bis gelbe Blätter.

Alle typischen Balkonblumen können überwintern und damit ist es auch möglich Jungpflanzen für das nächste Jahr herzuziehen. Das kann auch aus Stecklingen erfolgen.

Sehr schöne Blumensorten: Auch sehr schön: Für schattige Lagen:

Krokus

Wenn sich Krokusse im Garten selbst aussähen und damit vermehren sollen, dann sollte man auch Dalmatiner Krokusse wegen der Bestäubung der anderen dazwischenpflanzen.

Gurken

Gurken erzieht man an einem Spalier, Draht oder Seil nach oben.
In den unteren 50cm der Pflanze entfernt man alle Fruchtansätze, damit die Pflanze in die Höhe wächst.
Dann wird jeder zweite Fruchtansatz entfernt.
Ab der vollen Höhe lässt man die Pflanze normal wachsen und den Trieb nach unten hängen.
Gurken sind reif, wenn das spitze Ende stumpf wird.

Krankheiten

Mehltau

Mehltau: Bei Befall mit Sojaöl besprühen oder einpinseln. Oder: Die befallenen Pflanzen werden mit durch Wasser verdünnter frischer Milch (Keine H-Milch!) bespritzt. Das Mischungsverhältnis sollte 1 Teil Milch zu 10 Teile Wasser sein.
Mehltau an Phlox und Astern:

Schädlinge

Fliegende Schädlinge werden von dem Kontrast zwischen Grün und Braun der Erde angelockt: Eine geschlossene Gründecke ignorieren viele.

Schnecken

Gegen Schnecken hilft zum Anlocken eine Schüssel Weizenkleie mit einem Hundebiskuit mit Wasser verrührt und einen Blumentopf umgestülpt daneben. Dann kann man regelmäßig Schnecken aus dem Blumentopf entfernen.

Ameisen

kann man mit Backpulver vertreiben.

Weiße Fliegen

Bei Pflanzen, die einen radikalen Rückschnitt (alle Stengel und Blätter, bis auf den Stamm) vertragen, hilft dieser gegen die Eier der weißen Fliege, die man sonst nicht bekämpfen kann. Wenn man zusätzlich nach dem Rückschnitt noch einige Wochen mit Systemschutz gießt kann man 100%-ig sicher sein, daß keine Larven, die aus übrig gebliebenen Eiern geschlüpft sind mehr zu Fliegen werden.

Rote Spinne

bekämpft man, indem man die befallenen Pflanzen mit Wasser besprüht und sie dann in Klarsichtfolie einschließt (Rote Spinne verträgt die hohe Luftfeuchtigkeit, die entsteht nicht.)

Wolläuse

kann man mit Spülmittel, Öl oder Alkohol bekämpfen.

Blattläuse

Gegen Blattläuse hilft die Mischung aus einem halben Liter Spiritus und 300g Schmierseife und ein Eßlöffel Kalk auf 10 Liter Wasser.

Neem-Baum

Gegen Flöhe, beißende, saugende Insekten, Milben, Mehltau. 2-3 mal anwenden mit 1 Woche Abstand.
Rezept: 12g gemahlenen Neemsamen = 2 gehäufte Eßlöffel, 5g = 2 TL Fluid Lecithin CM verrühren, 5 Tropfen Teebaumöl, 5 Tropfen Geraniumöl, 250 ml lauwarmes Wasser, 3 Stunden stehen lassen, absieben (grob/fein), haltbar: paar Tage, im Kühlschrank: 1 Woche. Alles völlig giftfrei!

Rebenpockenmilben

wein2 Diese blasigen Auftreibungen, wie im Bild hier werden von Rebenpockenmilben verursacht. Später verbräunt das Gewebe an diesen Stellen und stirbt ab. Gegenmaßnahme: Beim ersten Auftreten alle befallenen Blätter entfernen und evtl. wiederholen.

Moos zum Pflanzenschutz

Gegen Pilzkrankheiten und Schnecken kann mit einem Moosextrakt vorgebeugt werden. Dazu füllt man ein Gefäß zu einem Viertel mit Moos aus dem eigenen Garten (Das hat doch jeder im Rasen, oder?) und füllt das Gefäß mit kaltem Wasser auf. Das Ganze läßt man 24 Stunden stehen. Befallene Pflanzen sollte man alle drei Tage besprühen und zur Vorbeugung alle drei Wochen. Details kann man im Hobbytip der Hobbythek nachlesen.
Valid HTML 4.01 Transitional   Valid CSS!